BBcb

Social Media und Fotografie

Schnell ein Bild mit dem Smartphone gemacht und via Whatsapp an die Mutti geschickt, auf Instagram mit #qualitytime hochgeladen und auf Snapchat zur Geschichte hinzugefügt. Und erst dann kann es weitergehen. So läuft das mittlerweile. Aber was macht das mit der Fotografie? Verliert die Fotografie so ihren Kunstaspekt? Ist Fotografie dann überhaupt noch Kunst?
Die Kunsthistorikerin Anika Meier zitiert in ihrem Text „Entwertet Instagram die Fotografie“  die Kunstszene. Instagram fresse die Fotografie auf. Ein Foto gehöre an eine ordentliche Wand in einem Museum oder in eine Galerie.
Kunstkritiker seien sich einig , dass die App ihr vielleicht einziges Kind verschlinge. Man sei nciht bereit die Kunst kostenlos in den sozialen Netzwerken anzubieten.

Oder gibt sie ihr vielleicht nur einen anderen Stellenwert in der Gesellschaft. War Kunstfotografie doch immer den Intellektuellen vorbehalten. Denjenigen, die eben auch eine Galerie besuchen, um sich Fotos, besser Kunstwerke anzusehen.
Die sozialen Netzwerke, besonders Instagram integriert die Fotografie in die Gesellschaft. Selbstverständlich ist das anders. Aber muss es unbedingt schlechter sein? Muss es eine Entscheidung zwischen „und“ und „oder“ sein? Kann nicht beides nebeneinander existieren? Wieso soll der normale Bürger nicht seine Mahlzeiten oder Aktivitäten mit anderen teilen? Und das vielleicht sogar als Kunst ansehen. Social Media-Kunst eben.

Noch ist das in Deutschland schwierig. Doch auch Facebook hatte bei uns einen schwierigen Start. Und gilt jetzt als die perfekte Kombination aus Nachrichtendienst, Unterhaltungs- und Kommunikationsplattform. Vielleicht ist Instagram dann bald das Medium für Kunstfotografen. Eine Änderung der Denkweise ist dafür unabdingbar.

 

standard

Have your say