Auflösungen im Vergleich

Pixelfotografie


Die wichtigen Werte

Wenn es um Fotografie geht, fällt zwangsläufig der Begriff „Auflöung“ – „Was eine schlechte Auflösung“ – „Wie ist denn die Auflösung bei dem Gerät?“
Oft wird diese von den Herstellern als Kaufargument angepriesen. Für eine richtige Einschätzung ist es wichtig zu wissen, was eine Auflösung eigentlich ist, wofür eine hohe Auflösung wirklich nötig ist und welche Werte vielleicht noch wichtiger sind als die Auflösung.

Das Mysterium Auflösung

Beginnen wir vorne: Hinter dem Begriff der Auflösung verbirgt sich die Angabe, wie viele Bildpunkte (Pixel) der Sensor der Kamera in seinen Fotos verarbeiten kann. Je höher die Auflösung ist, desto mehr Pixel kann der Sensor verarbeiten. Das bedeutet gleichzeitig, dass eine hohe Auflösung kleinere Details besser darstellen kann.
Doch in der Praxis ist die Auflösung nicht der entscheidende Wert. Andere Werte sind hier für die Qualität des Bildes entscheidender.
Ein Beispiel ist die Interpolation. In der Natur ist kaum eine Linie wirklich gerade. Um nun unerwünschte Treppeneffekte auszuschließen, wird das von der Linse auf den Sensor treffende Bild immer nachberechnet, mit speziellen Effekten versehen und optisch verschönert.
Diese Interpolation, also die Berechnung neuer Pixelwerte,  ist mit ein Grund, warum stark vergrößerte Digitalfotos “pixelig” und unscharf aussehen. Zudem liefern einige,  in Digitalkameras eingesetzte  Sensoren – sogenannte CMOS-Sensoren, in der Mitte ein schärferes Ergebnis als außen.

Die Pixeldichte

Viel wichtiger als die Auflösung ist deshalb die Pixeldichte, die angibt, wie “groß” ein einzelner Pixel im Vergleich zur Fläche ist.
Besonders im Großformatdruck ist die Pixeldichte von Bedeutung, da die Bilder, beispielsweise für Poster oder Leinwanddruck, teilweise stark skaliert werden müssen. Ist die Pixeldichte zu klein, sieht man beim Endprodukt jeden Pixel, bei einer hohen Pixeldichte wirkt das Bild auch dann gestochen scharf, wenn man nah herangeht.
Um es deutlicher zu machen: Denken Sie einmal an die Anzeigentafeln von Bahnhöfen. Von Weitem ist die Schrift gut lesbar.
Geht man jedoch näher heran, sieht man wie wenige Pixel hier im Vergleich zur riesigen Fläche verwendet werden.
Achten Sie beim Kauf also auch auf die Pixeldichten. Je höher die Pixeldichte, desto schärfer das Bild. Die Kamera ist viel besser in der Lage, den Unterschied zwischen Licht und Schatten darzustellen oder Farbveränderungen abzubilden.

Signal-to-Noise-Ratio

Ein weiterer, wichtiger Wert ist die sogenannte “Signal-to-Noise-Ratio“, oftmals abgekürzt durch SNR. Dieser gibt ganz vereinfacht an, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass sich der Sensor beim Analysieren des Bildes “verrechnet” und ihm einen Farbwert zuteilt, der eigentlich falsch ist.
Die Fotos von Kameras mit schlechter SNR sehen oft “verrauscht” aus. Mit einem Filter versucht man dieses Rauschen meist auszugleichen, doch nicht immer kann das qualitativ minderwertige Ausgangsprodukt nicht kaschiert werden.
Für die ersten Handys mit Kamerafunktion, war die Signal-to-Noise-Ratio ein Problem. Besonders in den  Morgen- oder Abendstunden aufgenommene Bilder hatten ein starkes Rauschen. Im Laufe der Zeit wurde dieses Problem aus der Welt geschafft. Einige Smartphones bieten mittlerweile sogar bessere SNR-Werte als günstige Digitalkameras.

standard

Have your say